Als ehemaliger Besitzer eines MacBooks habe ich die Präsentation der “neuen” natürlich auch verfolgt. Mittlerweile arbeite ich mit einem Lenovo Thinkpad und bin eigentlich recht zufrieden.
Nun hatte ich schon immer einen leichten Faible für Apple-Produkte, sodass ich mir momentan durchaus Gedanken zum Kauf des neuen MacBooks mache. Mein letzter Versuch ein MacBook in meine tägliche Routine zu integrieren endete aufgrund des mittelmäßigen Tastaturmappings in virtuellen Maschinen, die Virtualisierung mit Parallels Desktop selbst und der nicht ganz eingängigen Tastatur des MacBooks (Stichwort: Pos1 und Ende).
Oliver Sturm hat in seinem Blog über die Umstellung auf ein MacBook und MacOsS berichtet. Seine positiven Erfahrungen bestärken mich nun nur noch mehr:
http://www.sturmnet.org/blog/archives/2008/06/14/blogging-from-my-new-macbook/
http://www.sturmnet.org/blog/archives/2008/10/02/stuff-i-use-on-the-mac/
Mich würde nun interessieren ob Jemand meiner Leser ein MacBook bei seiner täglichen Arbeit nutzt und wie die Erfahrungen mit der Software und Virtualisierung von Windows zum jetzigen Zeitpunkt sind.
Thomas hat sich auch bereits Gedanken über das neue MacBook gemacht:
http://blog.thomasbandt.de/39/2130/de/blog/neue-macbooks-ersteindruck.html
Ich mag’s nicht. Nur 2 x USB, kein esata, nur max. 4 GB RAM, keine Docking Station, kein SD Card Reader, kein Smartcard Reader, kein Fingerprint Reader, Hardware erweitern / Festplatte tauschen deutlich umständlicher als beim Latitude, Akkulaufzeit nicht besonders gut, und das Apple Design mag ich generell nicht (das ist eine Geschmacksfrage, aber schon allein die Farbe gefällt mir überhaupt nicht, und die Form finde ich auch nicht toll).
esata allein wäre für mich schon ein Grund es nicht zu kaufen. Mit nur 2 USB komme ich nicht aus, erst recht nicht da ja anscheinend keine Docking Station angeschlossen werden kann (oder bin ich da falsch informiert?).
Dann kommt noch dazu dass sämtliche Software die ich hauptsächlich nutze da nur über Virtualisierung laufen würde, und wenn ich das MacBook nur für Windows nutzen würde macht es keinen Sinn, da bekomme ich die gleiche Leistung woanders deutlich billiger.
Größtes Problem für uns als .NET-Entwickler dürften die (wenigen) Einschränkungen sein, die man eben durch Virtualisierung bzw. auch wenn man Bootcamp nutzt durch die andere Tastaturbelegung erleiden muss. Der Kollege neben mir arbeitet am iMac, und ich krieg die Krise, wenn ich da ne {-Klammer machen muss – aber daran gewöhnt man sich sicher auch relativ schnell.
Die fehlende Dockingstation ist imho kein wirklicher Nachteil, auch die 2 USB-Anschlüsse nicht – denn unterwegs hat man ja selten mehr als eine Maus und/oder einen Card-Reader dabei, und am Schreibtisch tut’s dann ein USB-Hub für 10 Euro – ein externer Monitor kommt dann via DVI-Adapter dran. Letzteres ist übrigens der einzige Grund, warum ich mir für mein Thinkpad T60 ein Dock geholt habe – die Qualität des VGA-Anschlusses war dermaßen schlecht, dass es nur übers Dock und DVI ging.
Ich bin derzeit sehr unentschlossen muss ich sagen. Was mich gestern etwas erstaunt hat, war der Blick auf die Preise der aktuellen Thinkpads. Ein gleichwertig/besser ausgestattetes Thinkpad gibt’s derzeit für brutto 1250-1300 Euro (z.B. T400, 14″ mit 1440×900) – Anfang letzten Jahres habe ich noch knapp 2000 für meins hinblättern müssen.
Wenn man das jetzt in Relation zu den Apple-Preisen setzt … keine Ahnung. Mich reizt noch OSX und eben das Design und die grenzgeniale Verarbeitung der neuen Geräte, aber ob es das Geld wert ist … ich brauch noch ein paar Nächte – lieferbar sind sie ja sowieso noch nicht :-)
Meine Empfehlung: Bleib bei deinem Thinkpad, wenn du es hauptsächlich für die .NET-Entwicklung benötigst. Die Tastaturbelegung sehe ich dabei als weniger großes Hindernis, schließlich kannst du dir die Tasten so wie von einem “normalen” PC gewohnt belegen.
Allerdings läuft Windows XP meiner Erfahrung nach auch mit Bootcamp relativ instabil. Bei mir kommt es immer wieder Bluescreens, die den nur halbherzig entwickelten Apple-Treiber geschuldet sind.
Grundsätzlich gilt: Du bekommst zuverlässige und leistungsfähigere Hardware mit besserer Windowskompatibilität für deutlich weniger Geld.
Privat arbeite ich gerne an meinem MacBook, um zu bloggen, Fotos nachzubearbeiten oder einfach nur im Web zu surfen.
Doch da ich beruflich als Softwareentwickler auf Windows angewiesen bin, ist mein Arbeitsgerät ein Dell Inspiron. Das Notebook hat zwar auch so seine Macken und sieht nicht annäherungsweise so elegant aus wie mein kleines MacBook, doch die Arbeit mit Visual Studio 2008 geht damit einfach leichter von der Hand.
Hallo Tom,
ich hatte bereits im letzten Jahr Vista mit Bootcamp verwendet und konnte keine Probleme feststellen. Bootcamp selbst möchte ich allerdings auch gar nicht mehr benutzen, sondern wenn möglich die benötigte Windows Software virtualisieren. Trotzdem vielen Dank für Deinen Kommentar.
Gruß,
Kai
Apfel oder kein Apfel. Gute Frage. Ich kann dir nur raten: Erfasse deine Anforderungen und erfasse zusätzlich, für welche dieser Anforderungen du eine Virtualisierung benötigen würdest. Dann hast du eine klare Gegenüberstellung und somit eine fundierte Grundlage für deine Entscheidung.
Benutze seit einem halben Jahr ein MacBook Pro und möchte es nicht mehr missen. Ich lasse Paralells mit XP auf einem eigenen Space laufen. Im wesentlichen brauche ich es für Outlook und Visual Studio. Mit Entourage konnte ich bisher nicht warm werden – unterstützt auch kein Exchange mit RPC over HTTPs :-(
Anfangs habe ich coherence benutzt, jetzt gefällts mir aber irgendwie besser komplett getrennt.